SARI Selbstfahrende Güterwagen für die Kurzstrecke
Förderprogramm
Rail4Climate
Förderwerber
Rail Cargo Austria Aktiengesellschaft
Projektlaufzeit
01.10.2025 bis 30.09.2026
Projektvolumen
1.645.153 EUR
Kurzbeschreibung
SARI führt den Güterverkehr in die hochautomatisierte Zukunft und verwandelt bestehende Güterwagen in intelligente Hightech-Träger – bereit für die Kurzstrecke und als echte Alternative zum Lkw. Mit der Kurzstrecke beginnt die Zukunft des Schienengüterverkehrs. Denn gerade dort – auf der ersten und letzten Meile – entscheidet sich, ob die Bahn im Wettbewerb mit dem LKW bestehen kann.
Über das Projekt
Automatisierung als Wettbewerbsturbo für den Schienengüterverkehr
SARI führt den Güterverkehr in die hochautomatisierte Zukunft und verwandelt bestehende Güterwagen in intelligente Hightech-Träger – bereit für die Kurzstrecke und als echte Alternative zum Lkw.
Ausgangslage
Mit der Kurzstrecke beginnt die Zukunft des Schienengüterverkehrs. Denn gerade dort – auf der ersten und letzten Meile – entscheidet sich, ob die Bahn im Wettbewerb mit dem Lkw bestehen kann.
Mit einem Anteil von rund 50 % an den Verkehrsleistungen ist der Einzelwagenverkehr (EWV) ein zentraler Geschäftszweig der Rail Cargo Group in Österreich und zugleich für den Wirtschaftsstandort und insbesondere für zahlreiche KMUs von essenzieller Bedeutung.
Trotz seiner Bedeutung ist der EWV in seiner aktuellen Form wirtschaftlich schwer aufrechtzuerhalten. Italien hat den EWV bereits eingestellt, in Deutschland wird intensiv über seine Zukunft diskutiert.
Einzelwagenverkehr neu denken
Die Gründe sind bekannt: Der EWV ist arbeitsintensiv, qualifiziertes Personal – insbesondere in der Fläche – schwer zu finden. Zudem ist der Verschub auf der Kurzstrecke zeitaufwendig, und viele Diesellokomotiven nähern sich dem Ende ihrer Lebensdauer.
Mit neuen Technologien und innovativen Ansätzen kann SARI die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Schienengüterverkehrs langfristig sichern und einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung verkehrs- und klimapolitischer Ziele leisten.
Mit neuen Technologien und innovativen Ansätzen kann SARI die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Schienengüterverkehrs langfristig sichern und einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung verkehrs- und klimapolitischer Ziele leisten.
Konsortium und Beteiligte
- Rail Cargo Austria AG
- Güterverkehr der ÖBB
- FH Oberösterreich Forschungs & Entwicklungs GmbH
- FH St. Pölten Forschungs GmbH
- SSC Railtec GmbH
- Econsult Betriebsberatungsges.m.b.H
Ziele
01
Kurzfristig
SARI zeigt, wie intelligente, selbstangetriebene Güterwagen Kurzstrecken und die Last Mile auf der Schiene wieder wettbewerbsfähig machen.
02
Mittelfristig
SARI liefert entscheidende Erkenntnisse für die Integration in den Bahnbetrieb und ebnet den Weg zur Zulassung. Gleichzeitig stärkt es Österreich als Innovationshub für den hochautomatisierten Schienengüterverkehr.
03
Langfristig
SARI wirkt transformativ für den österreichischen und europäischen Schienengüterverkehr – als skalierbare, nachhaltige Lösung für Kurzstrecke, Last Mile und den Einzelwagenverkehr.
Zwei von drei Gütertonnen rollen heute in Österreich über die Straße – wir bringen sie zurück auf die Schiene. Mit SARI machen wir Kurzstrecken sowie die First und Last Mile durch Technologie und Innovation wieder wettbewerbsfähig und geben dem europäischen Schienengüterverkehr eine aufregende Zukunftsperspektive.
Sebastian Sperker
Head of service Design // Rail Cargo Group
Mit SARI definieren wir ein neues Spielfeld für den Güterverkehr der Zukunft. Unsere Arbeit schafft die Voraussetzungen für autonomes Fahren auf der Schiene und legt den Grundstein für den Einsatz in Österreich und darüber hinaus
Andreas Redling
Corporate Development & Strategy // Rail Cargo Group
Der Weg des Demonstrators
2026 wird das Potenzial von SARI erstmals unter nahezu realen Bedingungen (TRL6) demonstriert und getestet. Dafür wird ein RCG-Güterwagen im Retrofitting-Verfahren mit Kamera-, Lidar- und Radarsystemen sowie moderner Steuerungssoftware ausgestattet. Angetrieben wird der Demonstrator von vier batteriebetriebenen Elektromotoren.
2027 folgt der Praxistest mit einem Kunden aus dem Holzsegment (TRL7). Die gewonnenen Erkenntnisse schaffen die Grundlage für Genehmigung, Zulassung und Skalierung hochautomatisierter Güterwagen.
Nutzen und Impact des Projekts
Wer profitiert vom Projekt?
Neue Geschäftsmodelle, die Reaktivierung brachliegender Infrastruktur und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Straße.
Günstigere und flexiblere Transporte auf der ersten und letzten Meile – ohne Abhängigkeit von Lkw-Verfügbarkeit oder Fahrpersonal.
Weniger Lkw auf den Straßen, ein stärkerer Modal Split und wichtige Impulse für einen zukunftsfähigen regulatorischen Rahmen.
Die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene – als konkreter Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.