Maintelligence Innovative Lösungen für effiziente Gleisarbeiten

Förderprogramm
Rail4Climate
Abwicklungsstelle
FFG
Förderwerber
Plasser & Theurer, Export von Bahnbaumaschinen, Gesellschaft m.b.H.
Jahresprogramm
2024
Projektlaufzeit
01.10.2025 bis 30.09.2028
Fördersumme
1.899.575 EUR
Projektvolumen
4.753.439 EUR
Kurzbeschreibung

Das Projekt R4C entwickelt neue digitale und automatisierte Lösungen für die Instandhaltung von Weichen und Gleisen. Durch den Einsatz zusätzlicher Sensorik, KI-gestützter Auswertung und automatisierter Maschinensteuerung werden Messungen präziser, Arbeitsprozesse sicherer und Sperrzeiten kürzer. Das Ergebnis: höhere Verfügbarkeit, geringere Lebenszykluskosten und ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen und effizienten Schieneninfrastruktur.

Über das Projekt

Automatisierung als Schlüssel für sichere und wirtschaftlichere Gleisinfrastruktur

Gut instand gehaltene Gleise sind die Voraussetzung für eine sichere und komfortable Zugfahrt. Je höher die gefahrenen Geschwindigkeiten der Züge auf den Strecken sind, desto höher sind die Anforderungen an die Qualität der Infrastruktur.

Die Eisenbahninfrastruktur ist ein dynamisches System, das von unterschiedlichen äußeren und inneren Einflüssen beansprucht wird. Mit der Fahrt des Zuges wirken auf das Gleis und insbesondere auf Weichen hohe dynamische Kräfte. Auf Dauer kommt es durch diese hohe Belastung zu einem Verschleiß der einzelnen Komponenten. Wird ein gewisses Qualitätsniveau unterschritten, müssen daher Gleis und Weiche instandgehalten werden.

Das Projekt Maintelligence adressiert zentrale Herausforderungen in der Instandhaltung von Weichen und Gleisanlagen. Ziel ist es, die Effizienz, Sicherheit und Qualität der Instandhaltung nachhaltig zu steigern und gleichzeitig die Lebenszykluskosten der Infrastruktur zu senken.

Ausgangslage

Während die regelmäßige Inspektion am freien Streckengleis weitgehend automatisiert erfolgt, erfordert die Erfassung des Weichenzustands manuelle Messungen und visuelle Prüfungen durch geschultes Personal am Gleis. Komplexe Geometrien und unterschiedliche Weichentypen stellen zusätzliche Anforderungen an eine vollständige automatisierte Zustandsanalyse.

Auch während des Stopfens von Gleisen und Weichen sind viele Prozesse stark von den individuellen Gegebenheiten des Einsatzes abhängig und erfordern hochqualifiziertes und erfahrenes Personal. Eine weitere Automatisierung kann hier Personal unterstützen, die Qualität steigern und Abläufe effizienter machen.

Zielsetzung

Ziel von Maintelligence ist es, die Instandhaltung der Bahninfrastruktur automatisierter, sicherer und effizienter zu gestalten.

Während die regelmäßige Inspektion am freien Streckengleis weitgehend automatisiert erfolgt, erfordert die Erfassung des Weichenzustands manuelle Messungen und visuelle Prüfungen durch geschultes Personal am Gleis. Komplexe Geometrien und unterschiedliche Weichentypen stellen zusätzliche Anforderungen an eine vollständige automatisierte Zustandsanalyse.

Auch während des Stopfens von Gleisen und Weichen sind viele Prozesse stark von den individuellen Gegebenheiten des Einsatzes abhängig und erfordern hochqualifiziertes und erfahrenes Personal. Eine weitere Automatisierung kann hier Personal unterstützen, die Qualität steigern und Abläufe effizienter machen.

Das erste Projektarbeitspaket beschäftigt sich mit der Instandhaltung von Weichen. Weichen zählen aufgrund ihrer Funktion als Bindeglied zwischen zwei Gleisen zu den wichtigsten Elementen für einen reibungslosen Eisenbahnverkehr. Im Zuge dieses Projekts wird ein standardisierter, objektiver Fehlerkatalog erarbeitet.

Ein Messfahrzeug erfasst automatisiert Messdaten von Weichen. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen für die jeweilige Weiche nach einem standardisierten Prozess vorgeschlagen. Arbeiten, die in der Regel manuell durchgeführt werden, sollen künftig in Mobilen Instandhaltungseinheiten stattfinden, um dem Personal einen geschützten Arbeitsraum zu bieten.

Der zweite Schwerpunkt des Projekts ist die Weiterentwicklung automatisierter Stopftechnik. Dazu werden bestehende Systeme wie TampingAssistant und TampingControl ausgebaut, um Schwellen und Hindernisse auch im eingeschotterten Zustand des Gleises zu erkennen.

Getestet wird unter realen Bedingungen auf Baustellen der ÖBB Infrastruktur AG.

Konsortium und Beteiligte

  • Plasser & Theurer
  • tmc – Track Machines Connected
  • DMA, Franz Plasser Vermietung (FPV)
  • Schuster + Schuster Traffic Infrastructure Consulting GmbH
  • ÖBB-Infrastruktur AG

Stimmen aus dem Projekt

Portrait Johannes Max-Theurer
Die globalen Herausforderungen wie der wachsende Bedarf an Mobilität, der Klimawandel, der Fachkräftemangel, aber auch die Notwendigkeit einer stabilen und belastbaren Infrastruktur treffen auch unsere Branche. Wir alle tragen gemeinsam Verantwortung dafür, Antworten und Lösungen für diese Herausforderungen zu bieten. Dabei setzen wir auf Innovation und neueste Entwicklungen. Wir nutzen die digitale Vernetzung und hochmoderne Technologien mit dem klaren Ziel, assistiertes und autonomes Arbeiten im Gleisbau zu ermöglichen.
Johannes Max-Theurer
CEO // Plasser & Theurer
Portrait Michael Mach
Kapazitätensteigerung und zunehmende Anforderungen an die Verfügbarkeit unserer Eisenbahninfrastruktur erfordern eine Effizienzsteigerung in all unseren Prozessen. Um diese erreichen zu können, ist die Digitalisierung und Standardisierung vieler unserer Instandhaltungstätigkeiten ein wichtiger Stellhebel. Gemeinsam mit innovativen Partnern aus Forschung und Industrie arbeiten wir an der Zukunft der Eisenbahn, um auch weiterhin den Herausforderungen und Ansprüchen an die sichere, klimafreundliche und effiziente Mobilität gerecht zu werden
Michael Mach
ÖBB-Infrastruktur AG, GB SAE, Fachbereichsleiter Fahrwegtechnik

Wer profitiert vom Projekt?